Published: 2/3/2026
Auf dem Hof Zajc in Litija werden rund 100 Rinder gehalten, davon 40 bis 45 Milchkühe der Rassen Schwarzbunt und Rotbunt Holstein. Barbara Zajc leitet den Betrieb seit über einem Jahrzehnt und arbeitet planvoll – mit einer klaren und überdurchschnittlichen Vision: die Zucht von Schautieren auf Basis der eigenen Genetik.

"Es ist keine Kunst, eine gute Kuh zu kaufen – mich interessiert, wie ich mit meiner eigenen Herde dorthin komme,"
sagt Barbara, die ihre Kühe seit Jahren selbst besamt und dabei vor allem kanadische und amerikanische Bullen einsetzt.
Bevor sie das MooHero-System nutzte, war die Brunsterkennung oft unsicher – besonders nachts oder bei Kühen, die keine offensichtlichen Anzeichen zeigten. Daher griff man häufiger zu Hormonbehandlungen, um die Reproduktion zu verbessern.
"Ich habe angefangen, die Halsbänder zu nutzen, als ich sie als Preis auf einer Ausstellung gewonnen habe. Ich habe sie in verschiedenen Laktationsphasen getestet – heute würde ich sie nicht mehr eintauschen."
Das System erkennt stille und nächtliche Brunsten und bestimmt den optimalen Besamungszeitpunkt. Die Effekte waren schnell sichtbar:
"Im Herbst hatte ich 17 Kühe bei der Trächtigkeitsuntersuchung – alle wurden als tragend bestätigt."
Eine zuverlässige Brunsterkennung bedeutet weniger Bedarf an Hormonbehandlungen – diese werden heute nur noch in Ausnahmefällen bei ernsteren Reproduktionsstörungen eingesetzt.
Barbara nutzt das System auch zur Überwachung des Gesundheitszustands der Kühe.
"Das System warnte mich vor einem Rückgang des Wiederkäuens bei einer Kuh, die völlig normal aussah. Ich zeigte dem Tierarzt die Grafik – sie war ihm eine große Hilfe bei der Diagnose," erklärt sie.
Das frühzeitige Eingreifen ermöglichte eine schnelle Genesung – ohne Auswirkungen auf die Milchleistung. Auch die Kosten für Behandlungen und Tierarztbesuche sanken, da das System potenzielle gesundheitliche Probleme erkennt, noch bevor sie ernst werden.
Barbara hebt besonders die Übersichtlichkeit und Einfachheit der App hervor, was ihren administrativen Aufwand deutlich reduziert.
Mit der Einführung der digitalen Überwachung wurde das Herdenmanagement einfacher, transparenter und weniger stressig. Statt Excel-Tabellen zu durchforsten, kommen die Daten jetzt automatisch rein – was ihr mehr Zeit für die Arbeit mit den Tieren und die Selektion lässt.
Barbara nimmt regelmäßig an Rinderschauen teil – sowohl im In- als auch im Ausland. Schon ihre Großeltern waren auf Ausstellungen vertreten, doch heute besucht sie diese nicht nur aus Tradition, sondern mit einer klaren Vision für die Zukunft ihrer Genetik.
"Mein Ziel ist es, eine Schaukuh aus eigener Genetik zu züchten. Schon heute erreichen wir hohe Bewertungen – eine Kuh erhielt 87 von 89 möglichen Punkten."
Ihr langfristiger Wunsch ist es, eine genetische Linie zu schaffen, die auch auf europäischer Ebene konkurrenzfähig ist. Als Vorbild dienen ihr Linien wie Oka Libra – die Championesse der Swiss Expo über mehrere Jahre hinweg.
Reproduktion, Gesundheit und Genetik – alles in einer Lösung.
"Ich bereue nur, dass wir MooHero nicht schon früher genutzt haben. Wir verbringen heute alle zu wenig Zeit im Stall – das System erfasst aber alles, was wir selbst übersehen würden," schließt sie ab.
Auf dem Hof Zajc sind die MooHero-Halsbänder zu einem Schlüsselelement für eine erfolgreijke Reproduktion, Gesundheitskontrolle und die langfristige Strategie zur Verbesserung des Zuchtwerts der Herde geworden.